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Brand in Kerpen – Mehrfamilienhaus evakuiert, eine Frau verletzt

Am frühen Mittwochabend spielten sich bei einem Brand in Kerpen, in der Brabanter Straße, dramatische Szenen ab. Bewohner eines Mehrfamilienhauses mussten in Folge eines Küchenbrandes auf ihre Balkone flüchten und ausharren, bis sie von der Feuerwehr evakuiert wurden.

Gegen 18:15 Uhr wollte eine Frau für sich und ihre Kinder das Abendessen zubereiten. Dabei gab es offenbar einen Fettbrand, der die Fritteuse und die darüber befindliche Dunstabzugehaube in Brand setzte. Binnen Sekunden brannte die gesamte Küche der Erdgeschosswohnung.

Geistesgegenwärtig flüchtete die Bewohnerin mit Ihren Kindern ins Freie. Da sie bei der Flucht die Wohnungstür nicht schloss, breitete sich sehr starker Rauch im gesamten Treppenhaus des Dreigeschossers aus. Der Fluchtweg war für die darüberliegenden Wohnungen abgeschlossen.

In ihrer Panik flüchteten die Bewohner auf ihre Balkone und harrten dort aus, bis nach wenigen Minuten die Einsatzkräfte vor Ort waren und weitere Anweisungen gaben. Im Verlaufe der Evakuierung mussten zwei Wohnungstüren aufgebrochen werden, weil nicht auszuschließen war, dass sich noch Personen im Inneren befanden. Dem war nicht so.

Das Feuer wurde schnell gelöscht und die Bewohner in Sicherheit gebracht. Die Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar, die Mutter die Kinder musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus verbracht werden. [Quelle: Kölner Stadtanzeiger]

Ein unberechenbarer Brand in einem Mehrfamilienhaus, wie er schlimmer fast nicht entstehen könnte. Fettbrände zünden innerhalb weniger Sekunden durch und setzen alles in Brand. Hier war es tatsächlich so, dass den anderen Bewohnern der Fluchtweg versperrt war. Innerhalb der Wohnung die Türen schließen und abdichten und sich am Fenster oder Balkon aushalten bis die Feuerwehr kommt, ist hier genau die richtige Reaktion.

Auch die Mutter der beiden Kinder hat richtig gehandelt. Bei einem so schnell entstehenden Feuer sind Löschversuche sinnlos, hier hilft nur, alle Personen schnellstens aus der Wohnung zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

About Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit mehr als 12 Jahren im Bereich der Sicherheitstechnik tätig; vor 6 Jahren hat er sich auf das Feld der Rauchwarnmelder spezialisiert. 2014 bestand er die Prüfung zum Trainer für Fachkräfte für Rauchwarnmelder.

Wie schnell ein Kinderzimmer in Brand geraten kann, sehen Sie hier:




Ein dramatisches Experiment, in dem klar wird, warum nur ein Rauchmelder nicht ausreichend ist. Personen, die sich in der oberen Etage aufgehalten hätten, hätten keine Chance mehr gehabt, das Haus zu verlassen. Das Video ist zwar englisch gesprochen und mit japanischer Schrift untertitelt, was für den Film an sich aber eher unerheblich ist.


Im Fall eines Brandes ist das Wichtigste:
LEBEN RETTEN!

Im Brandfall ist dies meist nur dadurch möglich, dass alle Personen, die sich in einer Wohnung oder einem Haus aufhalten, den Brand rechtzeitig bemerken.
Ein Rauch- oder Feuermelder erkennt Brände frühzeitig, sodass in den meisten Fällen die Feuerwehr alarmiert und die Wohnung verlassen werden kann.
Gerade in der Nacht, während des Schlafens ist eine zuverlässige Alarmierung unerlässlich, denn der Geruchssinn des Menschen ist während des Schlafens nicht aktiv.
So kommt es meistens gerade nachts zu Bränden in deren Folge Menschen sterben!

Wichtig beim Kauf von Rauchmeldern ist, dass diese DIN 14604 zertifiziert sind.
Nur dann erfüllen die Rauchmelder auch die gesetzlichen Vorgaben der Rauchmelderpflicht!

Diese Norm erfüllen in der Regel alle Rauchmelder, die Sie bei einem deutschen Händler kaufen können!

Im Optimalfall trägt Ihr Rauchmelder ein Zertifikat eines Prüfinstitutes, wie beispielsweise das VdS-Prüfsiegel, das Siegel des TÜV Nord oder das neue Q.
Diese Zertifikate stehen für ein höheres Vertrauen in den Rauchmelder.