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Brand in Leipzig – Großbrand in Gohlis fordert Todesopfer

Nachtrag zum Brand in Leipzig-Gohlis:

Mittlerweile liegen die Ermittlungsergebnisse zur Brandursache vor.

Offenbar brach das Feuer im Wohnzimmer aus und wurde durch Zigarettenglut auf dem Sofa ausgelöst.

Der Wohnungsbesitzer war eingeschlafen udn erwachte erst, als die Wohnung bereits voll in Flammen stand. Eine Flucht war dann unmöglich. Ob es sich bei dem Toten tatsächlich um den 68-jährigen Mieter handelt muss nun eine DNA-Analyse zeigen.

Ursprüngliche Brandmeldung:

Ein Großbrand in Leipzig-Gohlis hielt heute mittag die Leipziger Feuerwehr in Atem.

Um 11:47 Uhr erreichte die Feuerwehr der Notruf aus der Kasseler Straße in Leipzig-Gohlis.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatte sich das Feuer bereits über die Brandwohnung hinaus ausgedehnt. Die Flammen fraßen sich über das Treppenhaus in zum Dach empor.

Die starke Rauchentwicklung und das brennende Treppenhaus machten die Flucht für Bewohner höher gelegener Wohnungen unmöglich. Daher wurden für die Evakuierung Drehleitern eingesetzt.

Als die Kameraden der Feuerwehr mit einem Löschtrupp in die Brandwohnung vordrangen, fanden sie die völlig verbrannte Leiche eines Mannes. Es wird vermutet, dass es sich dabei um den Mieter der Wohnung handelt.

Die Ausmaße des Feuers waren so groß, dass die Brandbekämpfung schwierig war. Zwischenzeitlich drohten die Flammen auf ein Nachbargebäude in der Breitenfelder Straße überzugreifen. Das gebäude wurde vorsorglich ebenfalls evakuiert.

Neben dem Toten wurden acht weitere Personen verletzt, darunter ein Kleinkind und ein Feuerwehrmann. Alle erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten zum Teil ins Kraneknhaus gebracht werden.

Die Brandermittler der Leipziger Polizei suchen nach der Brandursache. [Quelle: leipzig-seiten.de]

Das vierte Opfer, welches am heutigen Tage durch einen Wohnungsbrand den Tod fand.

Hier scheint der Brand lange unbemerkt gewesen zu sein, beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich die Flammen bereits über die Wohnung hinaus ausgebreitet und das Treppenhaus in Brand gesetzt.

Ein Zimmerbrand in voller Ausdehnung entwickelt Temperaturen von bis zu 1000 °C, bei dieser Umgebungstemperatur breitet sich das Feuer rasend schnell aus.

Bewohnern der höher gelegenen Wohnungen war der Fluchtweg abgeschnitten, ein Mehrfamilienhaus kann bei einem Brand mit einer solchen Ausdehnung schnell zur Todesfalle werden.

Rauchmelder in den Wohnungen hätten die Nachbarn und Bewohner des Hauses sicher gewarnt, sodass alle das Haus rechtzeitig hätten verlassen können.

Vielleicht hätte ein Rauchmelder auch das Todesopfer verhindert.

 

About Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit mehr als 12 Jahren im Bereich der Sicherheitstechnik tätig; vor 6 Jahren hat er sich auf das Feld der Rauchwarnmelder spezialisiert. 2014 bestand er die Prüfung zum Trainer für Fachkräfte für Rauchwarnmelder.

Wie schnell ein Kinderzimmer in Brand geraten kann, sehen Sie hier:




Ein dramatisches Experiment, in dem klar wird, warum nur ein Rauchmelder nicht ausreichend ist. Personen, die sich in der oberen Etage aufgehalten hätten, hätten keine Chance mehr gehabt, das Haus zu verlassen. Das Video ist zwar englisch gesprochen und mit japanischer Schrift untertitelt, was für den Film an sich aber eher unerheblich ist.


Im Fall eines Brandes ist das Wichtigste:
LEBEN RETTEN!

Im Brandfall ist dies meist nur dadurch möglich, dass alle Personen, die sich in einer Wohnung oder einem Haus aufhalten, den Brand rechtzeitig bemerken.
Ein Rauch- oder Feuermelder erkennt Brände frühzeitig, sodass in den meisten Fällen die Feuerwehr alarmiert und die Wohnung verlassen werden kann.
Gerade in der Nacht, während des Schlafens ist eine zuverlässige Alarmierung unerlässlich, denn der Geruchssinn des Menschen ist während des Schlafens nicht aktiv.
So kommt es meistens gerade nachts zu Bränden in deren Folge Menschen sterben!

Wichtig beim Kauf von Rauchmeldern ist, dass diese DIN 14604 zertifiziert sind.
Nur dann erfüllen die Rauchmelder auch die gesetzlichen Vorgaben der Rauchmelderpflicht!

Diese Norm erfüllen in der Regel alle Rauchmelder, die Sie bei einem deutschen Händler kaufen können!

Im Optimalfall trägt Ihr Rauchmelder ein Zertifikat eines Prüfinstitutes, wie beispielsweise das VdS-Prüfsiegel, das Siegel des TÜV Nord oder das neue Q.
Diese Zertifikate stehen für ein höheres Vertrauen in den Rauchmelder.