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Rauchmelderpflicht NRW – Das musst man wissen Teil 1

In NRW enthält die Bauordnung für Neubauten eine Rauchwarnmelderpflicht. Für Bestandsbauten gibt es eine Übergangsfrist bis Ende 2016, in deNRWr Gebäude, die vor dem 31. März 2013 errichtet oder genehmigt wurden, entsprechend nachgerüstet werden müssen. Diese Rauchwarnmelder werden oft auch nur kurz Rauchmelder genannt.

Wo muss ein Rauchwarnmelder installiert werden?

Rauchmelder müssen in allen Wohnungen zumindest in den Schlafräumen, in Kinderzimmern und in Fluren, die als Rettungswege dienen, installiert werden. Hierbei ist in jedem dieser Räume ein Rauchmelder zu installieren. Dient ein Raum sowohl als Küche als auch als Schlafraum, muss dort ein Rauchmelder angebracht werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Rauchmelder, unter Einhaltung der Einbauvorschriften, möglichst weit von dem Herd entfernt installiert wird. Sonst kann es durch den Dunst beim Kochen zu häufigen Fehlalarmen kommen.
Was gilt aber im Sinne der Bauordnung als Wohnung? Auch das selber genutzte Eigenheim? Als Wohnung gilt jeder, zu Wohnzwecken bestimmte, nach außen abgeschlossene Einzelraum oder mehrere zusammengehörige Räume, die die Führung eines selbständigen Haushalts ermöglichen. Daher muss die Wohnung eine Küche, eine Toilette, Wasseranschluss und eine Heizmöglichkeit enthalten. Daraus ergibt sich, dass neben der klassischen Mietwohnung auch Einzimmerappartments, Eigenheime und Ferienhäuser als Wohnung gelten.

Selbst ein Wohnwagen bzw. ein Wohnmobil wird zu einer Wohnung im Sinne der Bauordnung, wenn er über eine feste Strom- und Wasserversorgung verfügt. Selbstverständlich kann man über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, weitere Rauchmelder, z. B. in Wohnräumen oder Kellern, installieren.

Wer ist für was zuständig?

Für die Anschaffung und Montage der Rauchmelder ist der Eigentümer der Wohnung zuständig. Bei einer Mietwohnung ist dies der Vermieter. Für die regelmäßige Wartung ist im Prinzip der Mieter verantwortlich. Er kann aber mit dem Vermieter vereinbaren, dass dieser die Wartungsarbeiten beauftragt. Speziell Wohnungsgesellschaften lassen oft die Rauchmelder aller Wohnungen durch eine Firma warten. Das ist rationeller und auch billiger, als wenn jeder einzelne Mieter die Wartung selber beauftragt. Unabhängig davon, wer die Wartung ausführen lässt, sollte sie dokumentiert werden. Versicherungen können sonst im Schadenfall die Zahlung verweigern oder zumindest kürzen.

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Der Mieter muss die Installation von Rauchwarnmeldern tolerieren. Allerdings muss er rechtzeitig über den Termin für die Montage informiert werden. Sollen Rauchmelder installiert werden, die an die Stromleitung angeschlossen werden, stellt dies eine erhebliche Änderung dar, weil in diesem Fall Leitungen verlegt werden müssen. Dann muss der Mieter drei Monate vor dem geplanten Termin informiert werden.

Die meisten nachträglich eingebauten Rauchmelder arbeiten aber mit Batterien. Dies stellt keine erhebliche Änderung dar, da ja nur die Melder selber montiert werden müssen. Dann reicht es, den Mieter eine Woche vor dem Termin zu informieren. Hat der Mieter schon selber Rauchmelder installiert, kann der Vermieter dies akzeptieren und auf die Montage eigener Geräte verzichten. Er muss das aber nicht.

Bisher werden keine offiziellen Kontrollen durchgeführt, ob in allen Wohnungen die hinreichende Anzahl an Rauchmeldern an den richtigen Stellen montiert ist. Der Mieter kann aber bei der Bauaufsicht eine entsprechende Meldung machen, wenn in der Wohnung keine Rauchmelder vorhanden sind bzw. nicht rechtzeitig nachgerüstet werden. Fehlende Rauchmelder führen nicht nur zu Problemen mit der Versicherung. Sollte bei einem Brand ein Mensch verletzt oder gar getötet werden, muss der Eigentümer bzw. Vermieter mit einem Strafverfahren rechnen.

About Sebastian Fischer

Sebastian Fischer ist seit mehr als 12 Jahren im Bereich der Sicherheitstechnik tätig; vor 6 Jahren hat er sich auf das Feld der Rauchwarnmelder spezialisiert. 2014 bestand er die Prüfung zum Trainer für Fachkräfte für Rauchwarnmelder.

Wie schnell ein Kinderzimmer in Brand geraten kann, sehen Sie hier:




Ein dramatisches Experiment, in dem klar wird, warum nur ein Rauchmelder nicht ausreichend ist. Personen, die sich in der oberen Etage aufgehalten hätten, hätten keine Chance mehr gehabt, das Haus zu verlassen. Das Video ist zwar englisch gesprochen und mit japanischer Schrift untertitelt, was für den Film an sich aber eher unerheblich ist.


Im Fall eines Brandes ist das Wichtigste:
LEBEN RETTEN!

Im Brandfall ist dies meist nur dadurch möglich, dass alle Personen, die sich in einer Wohnung oder einem Haus aufhalten, den Brand rechtzeitig bemerken.
Ein Rauch- oder Feuermelder erkennt Brände frühzeitig, sodass in den meisten Fällen die Feuerwehr alarmiert und die Wohnung verlassen werden kann.
Gerade in der Nacht, während des Schlafens ist eine zuverlässige Alarmierung unerlässlich, denn der Geruchssinn des Menschen ist während des Schlafens nicht aktiv.
So kommt es meistens gerade nachts zu Bränden in deren Folge Menschen sterben!

Wichtig beim Kauf von Rauchmeldern ist, dass diese DIN 14604 zertifiziert sind.
Nur dann erfüllen die Rauchmelder auch die gesetzlichen Vorgaben der Rauchmelderpflicht!

Diese Norm erfüllen in der Regel alle Rauchmelder, die Sie bei einem deutschen Händler kaufen können!

Im Optimalfall trägt Ihr Rauchmelder ein Zertifikat eines Prüfinstitutes, wie beispielsweise das VdS-Prüfsiegel, das Siegel des TÜV Nord oder das neue Q.
Diese Zertifikate stehen für ein höheres Vertrauen in den Rauchmelder.

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