Hotline

Rauchmelderpflicht NRW

NRW

Rauchmelderpflicht NRW Kurzfassung

  • seit 01 April 2013
  • für alle Wohnungen – Übergangsfrist für Bestandsbauten bis 01.01.2017
  • mindestens je 1 Rauchmelder für Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flure, die als Fluchtweg dienen
  • Regelung in der Landesbauordnung NRW

 

Die Rauchmelderpflicht in NRW im Detail

Die Landesregierung führte die Rauchmelderpflicht in NRW zum 01.April 2013 ein. Ab diesem Tag müssen alle Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Bestandsbauten müssen in der Übergangsfrist bis zum 01.01.2017 ausgestattet werden.

Wie viele Rauchmelder sind für eine Wohnung nötig?

  • Die Rauchmelderpflicht NRW schreibt für jedes Schlafzimmerjedes Kinderzimmer und jeden Flur, der als Rettungsweg zum verlassen von Wohnräumen dient, einen Rauchmelder vor (bei einem Schlafzimmer und zwei Kinderzimmern, die von einem Flur abgehen, benötigen Sie also 4 Rauchmelder)

Wer ist verantwortlich für den Einbau der Rauchmelder?

  • Der Eigentümer der Wohnung ist für die Anschaffung und Montage der Rauchmelder verantwortlich. Die Kosten für die Wartung und den Austausch der Batterien trägt der Mieter. Im Falle eines Defektes des Melders trägt der Eigentümer die Kosten für die Neuanschaffung.

Gesetzliche Regelung der Rauchmelderpflicht NRW

Die Bauordnung für NRW (BauO NRW) regelt die Rauchmelderpflicht NRW. Die Verordnung können Sie hier unter §49 Absatz 7 nachlesen.

85 thoughts on “Rauchmelderpflicht NRW

  1. Wir wohnen in einem Mietshaus, wo der Vermieter sehr viel Holzvertäfelungen angebracht hat. Kann man den Vermieter auf Rauchmeldeanlagen aufmerksam machen ??

    Mit freundlichem Gruß
    Dorothea Surau

    • Sehr geehrte Familie Surau,

      natürlich hilft es den Vermieter auf mögliche Brandherde aufmerksam zu machen. Sollten die Holzvertäfelungen im Treppenhaus sein, wäre dies jedoch nicht Bestandteil der Pflicht, sondern eine freiwillige Leistung.

    • Guten Tag,
      sofern es sich hier nicht um Treppen innerhalb von Einfamilienhäusern bzw. innerhalb von Wohnungen handelt (Maisonettewohnungen), sind es ‘notwendige Treppenräume’. Hier gilt § 37 (9) Bauordnung NRW (oder vergleichbarer Paragraph in anderen Bundesländern): “In notwendigen Treppenräumen … müssen Bekleidungen, Putze, Dämmstoffe, Unterdecken und Einbauten aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen.” Wenn Sie den Vermieter zur Entfernung mit Hinweis auf die Unzulässigkeit gemäß Bauordnung erfolglos aufgefordert haben, können Sie sich bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung bei der Bauaufsicht auch einmal informieren. Es handelt sich um einen nicht ganz unwesentlichen Verstoß gegen die gesetzlichen Anforderungen.

  2. Wir wohnen in einem barrierefreien Wohnhaus mit 19 Eigentumswohnungen wovon 3 Wohnungen vermietet sind. Baujahr war 2008. Die Wohnungen sind über Laufbalkone zu erreichen. Diese wieder über ein großes Treppenhaus mit Aufzugsanlage. Was müssen wir als Eigentümergemeinschaft veranlassen?

    • Sehr geehrte Frau Müller,

      grundsätzlich gilt die Rauchmelderpflicht in NRW nur für den Bereich der Wohnung, d.h. die Laufbalkone wären davon ausgenommen. Wenn es abseits der Rauchmelderpflicht einen Bedarf an der Absicherung des Treppenhauses mit Rauchmelder gibt, würde ich Ihnen gerne eine Beratung bei den Rauchmelder-Experten (033397.272228) empfehlen. Kostenlos und Unverbindlich!

    • Liebe Fam. Müller

      Ich arbeite Hauptberuflich als Privatermittler und Sicherheitsberater. Leider hat der Herr Sebastian Fischer mit seiner Beantwortung Ihrer Frage nicht ganz recht. Auch Treppenhäuser, die als Fluchtwege gelten, müssen mit Rauchmelder ausgestattet sein.

      • Sehr geehrter Herr Mietsch,

        Leider haben Sie da Unrecht! Die Landesbauordnung hat die Rauchmelderpflicht im Bereich Wohnung verankert. Dies bedeutet, dass der Wirkungsbereich der Pflicht der Bereich einer Wohnung ist und eben nicht die Flure eine Miethauses oder Mehrfamilienhauses. Einzige Ausnahme ist hier übrigens Baden-Württemberg!

  3. Na da hat die Lobby der Rauchmelder-Hersteller ja wieder gute Arbeit geleistet! Schön zu wissen, dass man in einem Land lebt, wo sich die Industrie derart um das eigene Wohlergehen kümmert! Danke!

    • Dass ohne eine vorgehende Prüfung der Kommentar nicht veröffentlicht wird ist ja klar. Gut, dass auch die freie Meinungsäußerung derart gut geschützt wird.

      • Selbstverständlich wird jeder Kommentar geprüft. Dies geschieht allerdings nur, weil es tatsächlich Kommentare gibt die nur Spam (Erotik, Drogen..) sind. Anonym eine Meinung zu äußern zeugt jedoch von wahrhaftigem Mut.

    • Wer sagt Ihnen das die Lobby um die Hersteller diese Entwicklung vorwärts treibt? Vielleicht ist das nur die Reaktion auf die vielen Brände mit Brandtoten? In anderen europäischen Ländern besteht schon seit vielen Jahren eine Rauchmelderpflicht!

  4. ich verstehe es also so daß der meiter für die kosten der wartung der melder aufkommen muss? wer bestimmt wann und wie die melder gewartet werden? was wenn der vermieter nun eine vds-anlage einbaut mit bmz und bestimmt daß die anlage nun einmal im jahr gewartet wird?
    wer haftet wenn der mieter der pflicht nicht nachkommt die batterien zu wechseln? kann man diese kosten von der steuer absetzen? wer haftet für einen unbemerkten defekt der rauchmelder wenn es zum brand kommt?

    • Guten Tag Oliver,

      die Bauordnung besagt:
      “Wohnungen […] haben die Eigentümer […] auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.” (§ 49 (Fn 17) Wohnungen der BauO NRW)

      Der Mieter übernimmt also erst einmal selbst die Wartung. Dabei entstehen keine Kosten, wenn nicht eine Firma beauftragt wird. Wie ein Melder gewartet wird, kann in der DIN 14676 im Kapitel 6 “Instandhaltung” nachgelesen werden. Hier wurde das Thema zusammengefasst: http://www.rauchmelder-experten.de/blog/allgemein/wartung_und_instandhaltung_eines_rauchmelders/
      Demnächst bieten wir auch ein Wartungsprotokoll an.
      Sollte der Eigentümer die Wartung übernehmen wollen, kann er die Kosten auf den Mieter übertragen. Die Kosten belaufen sich auf wenige Euro im Monat (Beispielwohnung in Lübeck: 1,11€: http://openjur.de/u/167155.html).

      Die Wartung an sich wird in der Bauordnung nicht genauer definiert. Die Bauordnung ist aber stark an die DIN 14676 angelehnt. Um die Betriebsbereitschaft sicherzustellen, empfiehlt sich deshalb die Wartung nach DIN 14676. Damit ist man im Zweifel auch rechtlich abgesichert. Ein weiterer Anhaltspunkt zur Wartung sind die Herstellerangaben.

      Brandmeldeanlagen fallen nicht unter die Rauchmelderpflicht und werden in öffentlichen Gebäude eingebaut. In Wohngebäuden werden Rauchmelder installiert, die auf Wunsch vernetzt werden können, aber keinen Alarm an eine Zentrale weitergeben.

      Wenn die Wartung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird und Personen zu Schaden kommen, muss nachgewiesen werden, wer der Wartungspflicht nachkommen musste. Dieser muss dann ggf. mit Strafen rechnen.

      Grundsätzlich soll ein Rauchwarnmelder, keinen Brand sondern Personenschäden verhindern. Wenn nachgewiesen werden kann, dass die Wartung ordnungsgemäß durchgeführt wurde und der Melder zuvor keine Störung angezeigt hat, sollte niemand zur Verantwortung bezüglich des Defekts gezogen werden können. Außerdem ist es im Nachhinein praktisch unmöglich nachzuweisen, wie groß der Schaden ohne bzw. mit Alarm ausgefallen wäre.

      Ob die Wartungskosten abgesetzt werden können, würden wir auf Grundlage folgender Tabelle, mit ja beantworten:
      http://www.software24.com/nicht-im-menue/beguenstigte-und-nicht-beguenstigte-haushaltsnahe-dienstleistungen-und-handwerkerleistungen.html

      Viele Grüße

  5. Hallo zusammen,

    wir sind gerade in eine frisch renovierte Wohnung (Haus wurde Kernsarniert) gezogen und haben den Vermieter auf die fehlenden Rauchmelder aufmerksam gemacht.
    Er sagt, dass er erst bis 2017 dafür verantwortlich wäre, ist das richtig? Es ist doch quasi eine Neu- bzw. Umbaute und somit jetzt schon gesetzlich dazu verpflichtet oder täusche ich mich?

    Danke vorab

  6. Der Vermieter dämmt die Außenseiten des Hauses mit hochbrennbarem Styropur, das im Falle eines Brandes hoch giftige Dämpfe entstehen lässt. Nun soll von innen gegen die Feuergefahr vorgegangen werden auf Kosten der Mieter wie immer.

    • Sehr geehrter Herr B.,

      ich glaube die Rauchmelderpflicht und die Aussendämmung stehen in keinem direkten Zusammenhang.

  7. Kann mir als Mieter über meine Nebenkostenabrechnung ein Teil der Kosten für einen (neu installierten) Rauchmelder im Treppenhaus auferlegt werden?

    • Sehr geehrter Pepe,

      grundsätzlich gilt die Rauchmelderpflicht in NRW nicht für Treppenhäuser, insofern gab es hier keinen Grund für die Montage also auch kein Grund die Kosten umzuschlagen. Jedoch ist es natürlich sinnvoll hier einen Melder einzusetzen, da dieser Ihnen hilft im Falle eines Branden frühzeitig alarmiert zu werden.

  8. Wer trägt die Kosten im Falle eines Fehlalarmes, wenn die Mieter den ganzen Tag über arbeiten und nicht erreichbar sind?

    • Sehr geehrter Pepe,

      welche Kosten meinen Sie? Das Aufbrechen der Tür? Diese Kosten trägt der Vermieter! Die Kosten für die Anfahrt der Feuerwehr? Die trägt der Steuerzahler!

    • Nach Urteilen der Rechtssprechung (OLG Frankfurt ZMR2009, 864; AG Ahrensburg ZMR, 78; AG Rendsburg, ZMR 2009; 239;….) zählen Rauchwarnmelder zwingend zum Gemeinschaftseigentum, da sie dem Schutze des gesamten Hauses dienen.
      Jedoch wird auch eine gegenteilige Meinung vertreten, nach der Rauchmelder zum Sondereigentum zähen. Diese Meinung wurde vom OLG Hamburg-Wandsbek (ZMR 2010, 809) bestätigt. Unterm Strich also keine klare Antwort.

  9. Das ist die größte Abzockerei gegen die Mieter seit langem. Die Gesetze sind ganz perfide gemacht. Man hat einfach die Vermieter in die Haftungspflicht genommen und nicht die Mieter, weil die meisten Mieter sich weigern würden, beziehungsweise nicht überteuerte Firmen mit der Montage beauftragen würden. Die Sicherheitsindustrie verkauft auf Grund dieser Gesetze über 100 Millionen Rauchwarnmelder und Firmen wie die Techem verdienen weitere 100te Millionen Euro für die ständigen Wartungen, die ja auch als Pflicht in die neuen Gesetze verankert wurden. Die Sicherheitsindustrielobby hat durch Spenden in der CDU/SPD diese Gesetze durchgesetzt.

    Demnach dürfte keine Bürger mehr ohne Helm aus dem Hause auf die Straße gehen. Denn da könnten 1000 mal mehr durch gerettet werden als durch diese Zwangsmontage durch Rauchwarnmelder.

    Wohnungseigentümer sind allerdings von diesen Gesetzen ausgeschlossen, weil sich das Deutsche Beamtentum nämlich zur Überprüfung der Geräte Wohnungsdurchsuchungsbeschlüsse beschaffen müsste. Und das würde der Europäische Gerichtshof nicht mitmachen.

    • Sehr geehrter Herr Gerber,

      warum sind die Gesetzte perfide? Die Pflicht für die Montage von Rauchwarnmeldern wird in Bezug auf die Haftung genauso geregelt wie das Schneeschieben vor der Wohnungstür.
      Warum sollte ein Hausverwalter eine überteuerte Firma mit der Wartung der Rauchwarnmelder beauftragen? Welchen Nutzen hätte er?
      Wohnungseigentümer sind von der Pflicht nicht ausgenommen. Welchem Teil des Gesetztes entnehmen Sie das?
      Das “Beamtentum” wird auch keinen Beschluss zur Kontrolle benötigen, da es eine Kontrolle durch den Staat nicht geben wird. Erst im Falle eines Brandes ist es von Relevanz ob ein Rauchmelder installiert war. Deutschland ist mit dieser Pflicht übrigens auch nicht das erste Land. USA, Großbritannien und Kanada haben schon lange eine solche Pflicht.

      • Sehr geehrter Herr Fischer,
        natürlich ist das Gesetz zur Zwangsmontage von Rauchmeldern perfide. Nur weil der Argumentationsstil des vorgängigen Fragestellers unbeholfen ist , heißt das nicht, dass er im Kern unrecht hat. Und der Kern ist: Einbau und Wartungspflichten für diese Geräte sind über die Jahre ein Milliardengeschäft zu anderer Leute Lasten. Wieso bleibt es nicht jedem Mieter selbst oblegen, ob er sein Leben durch Rauchmelder schützen möchte? Und sollten phobische Besucher den Rauchmelder in der Wohnung eines anderen vermissen, mögen sie doch dieser Wohnung einfach fern bleiben.
        Der entscheidende Angriff gegen den Mieter bei diesem Rauchmelder-für-alle-Gleichschaltungsgesetz ist die Verpflichtung zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Geräte. Diese Verpflichtung wurde auf den Mieter abgewälzt und genau das wird zum in der Tat perfiden Hebel werden, im Brandschadensfall Schuldfragen und Haftungspflichten auf den Mietern abzuwälzen. Dann gibt es keinen Brandfall mehr, ohne dass man als Mieter genötigt ist, die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft des Brandmelders dokumentieren und belegen zu müssen – was natürlich letzten Endes darauf hinausläuft, dafür eben aus Beweispflichtgründen einen teuren ‘Fachbetrieb’ in Anspruch nehmen müssen.
        Es wird nicht lange dauern, dann kommt ein Gesetz, warum in jede Wohnung ein Feuerlöscher muss und eigentlich in jedes Zimmer. Und dann “erklären” Leute wie Sie, dass das in Kanada und in den USA schon seit dem Wilden Westen so geregelt ist und im Übrigen so ein Gesetz doch nichts anderes sei als die Pflicht zum “Schneeschieben” vor der Haustür.

  10. An einer Stelle wurde hier in Antwort zur Frage “Rauchmelder Sonder- oder Gemeinschaftseigentum” geschrieben, es würde von OLGs unterschiedlich geurteilt. Das mag so sein. Nur ist das nicht aktuell, in der Konsequenz nicht richtig. Es gibt mittlerweile dazu ein Urteil vom BGH (was nun mal über der Rechtsprechnung eines OLG anzusiedeln ist) vom 8. Feb. 2013, veröffentlicht am 25. Juni desselben Jahres (und damit älter als die oben erwähnten Antwort, sollte also bekannt sein). Tenor des Urteils in Kürze: Wenn die Landesbauordnung Rauchmelder vorschreibt, darf eine WEG die notwendige Nachrüstung beschließen inkl. des Prozedere zu Wartung und Kontrolle. In diesem Fall sind die Rauchmelder KEIN Sondereigentum. Bedeutet also, die Beschaffung und das Anbringen der Rauchmelder ist Obliegenheit der Eigentümergemeinschaft. Wohl dann auch konkludent mit der Folge, falls ein Beschluss das den einzelnen Eigentümern überlassen sollte (was ich für falsch, nicht ausreichend, eigentlich schon für einen Grund der Anfechtung eines solchen mangelhaften Beschlusses halte), dass die Eigentümergemeinschaft i.d.R. durch den Verwalter Anbringen und laufende Kontrolle / Wartung zumindest überprüfen muss.

    • Sehr geehrter Herr Schumacher,

      vielen Dank für den Hinweis. bei der Vielzahl der Regelungen gehen leider einige Gerichtsurteile unter. Wir werden diesen Teil der Webseite überarbeiten.

  11. Sehe ich das so richtig, dass in NRW gem. Posting vom 15.01.2014 die Rauchmelderpflicht nur die Wohnung als solche erfasst, d.h. die Gemeinschaftsflächen bei Mehrfamilienhäusern wie z.B. Treppenhäuser, Dachböden, Trockenräume im Dach oder Keller, Kellerflure ect. nicht ausgestattet werden müssen ? Wenn der jeweilige Eigentümer für die Ausstattung (der Wohnung) zuständig ist, drängt sich im Falle einer WEG die Frage auf, warum die Anschaffung und Anbringung der Melder (in den Wohnungen) die Obliegenheit der Gemeinschaft sein soll und diese Melder dann kein Sondereigentum sein sollen. Ich würde es zunächst losgelöst von irgendwelchen Urteilen so auslegen, dass das Anbringen der Melder in den Wohnungen die Obliegenheit eines jeden einzelnen Wohnungseigentümers ist und diese Melder dann auch im Sondereigentum eines jeden Eigentümers stehen und nur für den Fall, dass sich durch Beschluss einer Eigentümergemeinschaft diese darauf verständigt auch die Gemeinschaftsflächen (also ohne rechtliche Verpflichtung ? zumindest in NRW) mit Meldern auszurüsten, diese Melder dann kein Sondereigentum darstellen und der WEG Verwalter i.d.R. für die Organisation und Einhaltung der regelmässigen Wartung und Kontrolle zuständig ist, aber eben nur für die Melder, die sich in den Gemeinschaftsflächen befinden. Für die Melder in den Wohnungen bleibt der Wohnungseigentümer zuständig und wenn er diese vermietet hat, kann er die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft (Kontrolle und Wartung) an den Mieter delegieren z.B. durch mietvertragliche Regelung.

    Gibt es dazu Gegendarstellungen oder ist meine Auslegung rechtlich so nicht zu vertreten ?

    • Guten Tag,

      Die DIN 14676 regelt die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung.

      Die Rauchmelderpflicht gilt also auch für folgende Räume:

      Freizeitunterkünfte und Ferienwohnungen
      Beherbergungsbetriebe mit max. 11 Gastbetten
      Containerräume
      Hütten und Gartenlauben
      Flure und Gänge mit gesonderter Brandlast (z.B. Elektrogeräten)

      Sie bezieht sich dabei auf sogenannte Nutzungseinheiten. Die Nutzungseinheit endet im Mehrfamilienhaus an der Wohnungseingangstür, nicht an der Haustür.

      Zur Definition von Sonder- und Gemeinschaftseigentum gibt es schon ein Urteil des BGH vom 8. Februar 2013 (V ZR 238/11 – LG Hamburg) bezugnehmend auf WEG § 5 Abs. 1, das besagt, dass Rauchwarnmelder als Gemeinschaftseigentum zählen.
      Diese Urteil besagt:

      1. Die Wohnungseigentümer können den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen jedenfalls dann beschließen, wenn das Landesrecht eine entsprechende eigentumsbezogene Pflicht vorsieht.
      2. Rauchwarnmelder, die aufgrund eines Beschlusses der Wohnungseigentümer angebracht worden sind, stehen nicht im Sondereigentum.

      Rauchmelder gelten als bloßes Zubehör im Sinne des § 97 BGB und nicht als sondereigentumsfähig im Sinne des § 5 Abs. 1 WEG.

      Viele Grüße

  12. Wenn man mit anderen Bundesländern vergleicht, ist die Ausrüstung in NRW mit Rauchmeldern bis 2017 für Bestandswohnungen einfach erbärmlich. Bis dahin dürfen die Mieter in NRW ruhig bei einem Brand an Rauchvergiftung etc. abkratzen. Hauptsache die Vermieter müssen nicht in ihre Geldschatulle greifen.

    • Wenn ein Mieter unbedingt Rauchmelder haben möchte, kann er sich diese ohne Probleme selber und auf eigene Kosten installieren. Ich denke nicht, dass ein Vermieter da etwas gegen hat.

  13. Hallo!
    Ich arbeite in einem Altenheim. Auf den Fluren befinden sich Melder zur BmZ. Wie sieht es jetzt aber mit den Zimmern der Bewohner aus, müssen dort nicht auch Melder installiert werden?
    LG Svenja

    • Die Rauchmelderpflicht bezieht sich nicht auf Altenheime. Ob und wie dieses Gebäude ausgestattet werden muss legt ein Gutachter oder/und das örtliche Baumamt fest.

  14. Guten Tag!
    Ist es richtig, dass nicht nur die Wartung der Rauchmelder, sondern auch die Kosten der Installation der Feuermelder in einer Mietwohnung vom Vermieter dem Mieter auferlegt werden können?

    Grüße,
    Sabrina K

  15. Hallo,

    für uns stellt sich als Vermieter die Frage, welche Rauchmelder wir nehmen sollten.

    Es gibt inzwischen Rauchmelder mit einer festinstallierten Batterie, welche 10 Jahre halten soll. Was passiert nach den 10 Jahren? Da ja von vornherein bekannt ist, dass das Ding nach 10 Jahren Schrott ist wäre für uns interessant zu wissen wer für die Kosten der neuen Melder aufkommen muss.

    Wenn die Kosten zu Lasten des Vermieters gehen würden, macht es ja nur Sinn, welche mit Wechselbatterie zu verbauen um die Folgekosten auf den Mieter zu übertragen.

    • Guten Tag Herr Zutz,

      nach 10 Jahren ist die Rauchkammer des Melders zu verschmutzt, sodass das Gerät nach DIN 14676 ausgetauscht werden muss. Die Anschaffung eines neuen Melders gilt dann wieder als Modernisierungsmaßnahme. Die Kosten können auf den Mieter umgelegt werden. Finanziell macht es kaum einen Unterschied, ob Sie alle 1-2 Jahre neue Batterien kaufen oder sich gleich für einen 10-Jahresmelder entscheiden. In der Regel sind 10-Jahres-Melder jedoch insgesamt hochwertigere Produkte und der Batteriewechsel bleibt Ihnen erspart.

      VG

  16. Hallo zusammen,

    in der NRW-Bauordnung ist für Schlafzimmer (genau: Schlafräume) ein Rauchmelder vorgesehen. Aber was ist ein Schlafraum? (Eltern-)Schlafzimmer sowie Kinderschlafzimmer sind vermutlich unstrittig. Fällt aber nun ein Kinderspielzimmer oder ein Gästezimmer auch darunter? In diesen Räumen wird -zumindest im Gästezimmer- auch zeitweise geschlafen. Würde auch ein Wohnzimmer mit einer Schlafcouch ebenfalls unter Schlafraum fallen?

    Danke
    -rosebow

    • Ein Schlafraum ist ein Raum, in dem bestimmungsgemäß Personen schlafen. Das Gästezimmer würde also diese Aussage erfüllen.

      • Hallo!

        Zitat: Würde auch ein Wohnzimmer mit einer Schlafcouch ebenfalls unter Schlafraum fallen?

        Diese Frage ist mit Ihrer Antwort leider nicht geklärt.

        Wir haben einen Nebenraum, Hauptsächlich Ankleidezimmer, aber hier steht auch eine Schlafcouch. Seltenst (alle 5 Jahre mal) als Schlafmöbel genutzt, eher als Dekoration. Wie sieht es damit aus?

        • Guten Tag,

          die Antwort “Ein Schlafraum ist ein Raum, in dem bestimmungsgemäß Personen schlafen.” gilt auch für diese Frage. Ist also eine offizielle Schlafgelegenheit geschaffen, ist der Einabu eines Rauchwarnmelder Pflicht.

          Viele Grüße

  17. Guten Tag!
    Wie sieht es mit Büroräumen oder Arztpraxen in Häusern aus, wo auch Wohnungen vorhanden sind. In den Büroräumen sowie Arztpraxen befinden sich keine Schlafräume.

    Somit bin ich der Meinung, das hier zunächst keine “Rauchmelderpflicht” besteht, bzw. der Pächter der Räumlichkeiten die Kosten für eine Ausstattung selber tragen muss.

    Im Voraus vielen Dank

    Rainer B.

  18. Mir ist bei diesem Gesetz einiges unklar:
    In der DIN 14676 wird gefordert, dass die Wartung dokumentiert wird und von einer Fachkraft für Rauchwarnmelder durchgeführt werden muss.
    In der Bauordnung steht:
    Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.” (§ 49 (Fn 17) Wohnungen der BauO NRW).
    Ich verstehe nicht, warum das Datum genannt wird, denn dadurch entstehen einige Probleme.
    Ich verstehe die Bauordnung so, dass der Mieter immer in der Pflicht ist, da der 31.3.2013 vorbei ist und deshalb der Vermieter die Verpflichtung nicht mehr übernehmen darf, wenn er jetzt Rauchmelder einbaut. Die Mieter sind aber normalerweise keine Fachkräfte für Rauchwarnmelder. Also können sie die Betriebsbereitschaft nicht sicherstellen. Muss also jetzt jeder Mieter selbst eine Firma beauftragen, die einmal pro Jahr die Rauchmelder prüft?
    Hat der Vermieter die Verpflichtung, zu überprüfen, ob der Mieter die Wartung auch durchführt?
    Welche Möglichkeit hat der Vermieter, wenn der Mieter sich nicht um die Rauchmelder kümmert oder sie sogar abmontiert? So wie viele nicht bereit waren, Rauchmelder auf eigene Kosten zu installieren, so werden viele nicht bereit sein, eine Wartung durchführen zu lassen, denn mit Anfahrt und MwSt kommen dann schnell 50 € zusammen.
    Kann der Mieter die Zahlung der Wartung bei der Nebenkostenabrechnung ablehnen, da der Vermieter die Verpflichtung lt. Bauordnung nicht übernehmen darf und somit auch keine Firma mit der Wartung beauftragen darf?
    Kann der Vermieter die Rauchmelder selbst anbringen oder muss er dies von einer Firma machen lassen, damit er die notwendige Dokumentation für die einwandfreie Montage hat?
    Sollte ein Brand entstehen, welche Unterlagen muss der Verantwortliche dann vorlegen, damit er beweisen kann, dass die Rauchmelder in seiner Wohnung ordnungsgemäß funktionierten und wer ist der Verantwortliche?

    • Vielen Dank für den langen Beitrag. Also…der Reihe nach..

      Die DIN 14676 fordert keine Wartung oder Montage durch eine Fachkraft. Dies wird nur empfohlen. Warum genau NRW hier diese Regelung an einem Datum fest macht, vermag ich nicht zu sagen. Grundsätzlich ist der Mieter für die Wartung verantwortlich. Kommt er dieser nicht nach kann dies im Schadensfall bedeuten, dass die Versicherung nicht zahlt, wenn Personen zu Schaden kommen, sogar das Strafrecht greift. Genau aus diesem Grund sollte die Wartung dokumentiert werden um im Schadensfall den Nachweis erbringen zu können.

      Hat das Ihre Fragen beantwortet?

  19. Eine Frage bitte: Wer kommt für die Montage der Rauchmelder auf? Unser Vermieter hat allen Mietparteien pro Wohnung drei Rauchmelder mitsamt Montageanleitung geschickt und will nun, dass wir die Dinger selbst anbringen. Ist das überhaupt korrekt, wie er sich verhält? Und falls er nun eine Montage durch ein Handwerksunternehmen o. ä. veranlasst, kann er die Kosten dann auf uns umlegen? Wir wohnen übrigens in einem Zehnparteienhaus in Köln, also NRW. Schöne Grüße und danke :-)

  20. Ah, sorry, hat sich, glaube ich, schon geklärt, ich habe gerade gesehen, dass Sabine K diese Frage auch schon gestellt hat… Und dass er die Kosten für die Installation auf uns umlegen kann. Sorry und beste Grüße Markus K.

  21. Hi.

    Bei uns im Haus haben wir ein Zimmer im Keller, das als Abstell-/Bügel- und weil da ein großes Bett drin steht auch als Gästezimmer genutzt wird. Zwar übernachten da selten Leute, aber einmal pro Jahr (eher seltener) übernachten da Leute drin. Gilt somit die Rauchmelderpflicht auch für diesen Raum?

    Und wie verhält es sich mit dem Flur im Keller? den könnte ich auch als Fluchtweg nutzen, aber um von den Schlafräumen in den Keller zu gelangen muss ich direkt an der Haustür oben vorbeilaufen. Somit handelt es sich dabei ja nicht um einen Rettungsweg, oder?

    • Das Gästezimmer im Keller wäre auch von der Rauchmelderpflicht betroffen. Da der Flur somit zu einem Fluchtweg wird, müsste auch dieser ausgestattet werden.

  22. Wir wohnen in einem Haus was keinen Blitzschutz hat und auch keineBrandschutzmeldezentrale. Gilt die NRW- Brandschutzverordnung auch für eine Brandmeldezentrale die im Keller angebracht werden könnte. Und wer muss sich um diese BMZ kümmern? Das ganze Haus ist aus Holz Treppen ect. Wäre es ratsam einen Brandinspektor der Feuerwehr mal eine Hausbegehung machen zu lassen um dem Vermieter mal seine Pflichten aufzeigen zu lassen also was er machen muss? Weil unser Vermieter kümmert sich hier um gar nichts und da ich selber beider Freiwilligen Feuerwehr bin hab ich ihn schon auf diese ganzen Missstände hingewiesen aber er macht seit 1 Jahr nichts nur vertrößten

    • Sehr geehrter Herr Linker,

      es gibt eine Rauchmelderpflicht, jedoch keine Pflicht für Brandmeldezentralen. Die Pflicht wird auch erst für Ende 2016 in NRW umgesetzt. Solange hat der Vermieter Zeit die Melder zu montieren.

  23. Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Bin Mieter einer Drei Zimmer Wohnung und hätte demnach drei Batterien pro Jahr zu kaufen.
    Naja was soll es. Im Vergleich zu unnötig gekauften Dingen ein WITZ

  24. Ihre Information zur Rauchmelderpflicht sagt, dass in NRW je Schlaf-, Kinderzimmer und Flur jeweils 1 Rauchmelder zu installieren sei. Wie kann es sein, dass die zuständige Genehmigungsbehörde in der Baugenehmigung nur einen Rauchmelder je Wohnung fordert? (Schlaf- und Kinderzimmer waren in der erforderlichen Zeichnung dargestellt.)

    • Das kann ich Ihnen nicht sagen! Welche Behörde war es denn? Wir geben lediglich den Text der in der Landesbauordnung verankerten Rauchmelderplficht wieder.

      (7) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31. März 2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.

  25. Gibt es eine gesetzliche Pflicht für den Einbau von einem Rauchmelder in eine Warm- und Umluft Anlage im gewerblichen Bereich einer Bestandsimmobilie??????????
    Wenn Ja bitte den Link angeben.

  26. In NRW liegt die Zuständigkeit für die Ausstattung der Wohnung mit Rauchmeldern beim Eigentümern; für die Betriebssicherheit ist der Mieter bzw. der selbst nutzende Eigentümer in der WEG zuständig. Beschlüsse der WEG zur Kontrolle der Rauchmelder sind deshalb nichtig, weil sie nicht zuständig ist. Solche Beschlüsse erlangen keine Rechtskraft und können jederzeit durch Feststellungsklage zu Fall gebracht werden, auch nach vielen Jahren, auch von Mietern, weil sie in ihren Rechten beschnitten werden. Die Nichtigkeit erfasst in der Regel auch den Teil des Beschlusses, der die Ausstattung der Wohnung mit Rauchmeldern durch die WEG regelt. Dieser Teil des Beschlusses wäre nämlich nicht gefasst worden, wenn die Nichtigkeit des 2. Teils des Beschlusses bei der Beschlussfassung bekannt gewesen wäre.
    Im Übrigen: Rauchmelder schützen den Bewohnern vor Rauchvergiftung. Es ist deshalb das Interesse des Bewohners, dass die Rauchmelder funktionieren..

    • Guten Tag,

      in NRW gilt : “Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.” Ein solcher Beschluss muss also bis zum genannten Datum erfolgt sein.

      Viele Grüße

  27. Meine 80-jährige Mutter wohnt in einer Bergbauwohnung in einem 6-Familienhaus der frühen 50-ziger Jahre. Durch Eigentumsübergang wird dieses Haus mittlerweile von einer gemeinnützigen Organisation als Wohnheim für Behinderte (Wohngruppen) genutzt. Es sind nur noch zwei Wohnungen vermietet. Nun ist es in der Wohnung meiner Mutter zu einem Brandschaden gekommen. In ihrer Wohnung waren noch keine Rauchmelder installiert, die übrigen Wohnungen waren bereits mit diesen Geräten ausgestattet. Einen Tag nach dem Brand bekam meine Mutter ein Schreiben des Vermieters, das eine Überprüfung der (nicht vorhandenen) Rauchmelder umgehend erfolgen soll. Gibt es eine Rauchmelderpflicht in Wohnheimen und muss der Vermieter für den entstandenen Schaden haften? Eine Hausratversicherung besteht nicht.

    • Guten Tag Herr Gerber,

      die Rauchmelderpflicht gilt für Wohnungen. Hier kommt es also darauf an, ob die Wohnung Ihrer Mutter als Teil eines Heims anzusehen ist oder eine eigenständige Wohneinheit darstellt.

      Viele Grüße

  28. Hallo zusammen,

    vorab erst einmal ein Lob für die informative Seite, wirklich sehr übersichtlich gestaltet und man hat das Wichtigste auf einen Blick parat.

    Viele Grüße!

    *Teile des Kommentars wurden wegen Spam gelöscht*

  29. Sehr geehrte Damen und Herren,

    meine Familie und ich sind zum 17.01.2015 in eine Neubaumietwohnung eingezogen jedoch sind in der der Wohnung keine Rauchmelder installiert. Das es sich um eine im Jahr 2014 neu erbaute Wohneinheit handelt möchte ich gerne wissen, ob der Vermieter Rauchmelder installieren lassen muß oder ob wir diese selbst auf unsere Kosten vornehmen lassen müssen.
    Für eine baldige Rückantwort wären wir Ihnen sehr dankbar.

    Liebe Grüße
    H.J.Plücken

    • Guten Tag Herr Plücken,

      wurde das Gebäude bis zum 31. März 2013 errichtet oder genehmigt gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2016. Später genehmigte Wohnhäuser sind sofort mit Rauchwarnmeldern (RWM) auszustatten. Die Anschaffung und Montage muss vom Vermieter bzw. von einem durch diesen beauftragten Dienstleister realisiert werden. Sie sollten dies nur übernehmen, wenn Ihnen eine schriftliche Bestätigung vom Vermieter vorliegt, dass er Ihnen diese Aufgabe überträgt. Die Installation von RWM ist eine Pflicht, die in der Bauornung verankert ist. Sollte Ihr Vermieter dem nicht nachkommen, können Sie sich bei der zuständigen Baubehörde melden und die Anbringung einfordern.

      Viele Grüße

  30. Mich wundern hier manche Antworten wo sich über die Kosten aufgeregt wird sei es Seitens der Mieter als auch der Vermieter.
    Ist ein Menschenleben nicht mal 150€ wert??
    Wenn man in einen guten Elektrohandel geht bekommt man Vds zugelassenen Rauchmelder für ca. 30€ mit Batterie die ca. 5 Jahre hält.
    Wenn ich davon 5 Stk. kaufe sollte ich ein Mindestamß an Überwachung in meiner Wohnung/Haus erreichen können.
    Wenn man jetzt noch ca. 25€ für den austausch der Batterien nach 5 Jahre rechne komme ich auf ca. 175€, teilt man diese durch 120 Monate komme ich auf 1,50 € im Monat.
    eine Wartung dieser Melder ist damit verbunden das ich 1x mal im Monat auf den Testknopf drücke und somit die Funktion teste , bei zu schwacher Batterie ertönt ein Warnsignal über 30 Tage.
    Was will man mehr um beruhigt schlafen zu können?

  31. Hallo zusammen,
    ich hätte eine Frage zum Thema Rauchmelder in gewerblichen Räumen. Für Wohnungen habe ich alles gefunden, beim Thema Gewerbe-Immobilien leider nicht.
    Besteht für Büroräume (in NRW) eine Rauchmelderpflicht? Falls ja, ist es hier auch so, dass der Vermieter für den Einbau (samt Kosten?) verantwortlich ist, der Mieter für die Wartung?

    Danke und Grüße

    • Guten Tag,

      die Rauchmelderpflicht ist in NRW unter §49 Wohnungen geregelt. Werden diese gewerblichen Immobilien also nicht gleichzeitig bewohnt, sind hier rein aus rechtlicher Sicht keine Rauchwarnmelder gefordert.

      Viele Grüße

  32. Wieso gilt die Einbaupflicht eines Rauchmelders in Altbauten erst ab 2017 ?. Ist das damit der Vermieter nicht ungebührlich zur Kasse gebeten wird ?.

    • Guten Tag,

      diese Übergangsfrist wird gewährt, weil eine sofortige Umsetzung schlichtweg nicht zu realisieren wäre.

      Viele Grüße

  33. Hallo zusammen,
    wir wohnen in einem 6 Familienhaus in dessen Keller sich eine Waschküche befindet.
    Dort befinden sich 5 Waschmaschienen und 2 Trockner.
    Im gleichen Raum wird auch Wäsche aufgehängt
    Gibt es eine Sonderregelung die eine Rauchmelderpflicht begründet?
    Ich denke, wenn dann außerhalb der Waschküche, oder gibt es auch Rauchmelder, die innerhalb angebracht werden können?

    Viele Grüße

    • Guten Tag Frau Walczysko,

      laut Rauchmlederpflicht müssen im Keller keine Rauchwarnmelder montiert werden. Durch Staub und hohe Luftfeutigkeit sind Täuschungsalarme hier auch wahrscheinlicher. Wenn Sie diese Räume überwachen wollen, wären Hitzemelder sinnvoller.

      Viele Grüße

  34. Hallo!

    Lese häufig, daß eine WEG die Anbringung und Wartung der Rauchmelder beschließen kann aber nicht muß!
    Wurde ein Beschluss gefasst, gehören die Rauchmelder zum Gemeinschaftseigentum mit entsprechenden Konsequenzen.
    Wurde kein Beschluß gefasst, obliegt Installation, Wartung, Dokumentation, usw. dem Eigentümer der Wohnung und der Rauchmelder gehört zum Sondereigentum.

    Ist das so richtig?

    Danke für die Antwort und schöne Grüße

    • Guten Tag Frau Faeger,

      laut BGH-Urteil vom 8. Februar 2013 (Az. V ZR 238/11) sind Rauchwarnmelder (RWM) ein wesentlicher Bestandteil eines Gebäudes (§ 94 Abs. 2 BGB), der
      für die Sicherheit erforderlich ist (§ 5 Abs. 2 WEG). Daher gelten Rauchwarnmelder generell als Gemeinschaftseigentum, selbst wenn sie sich im Bereich der im Sondereigentum stehenden Räume befinden. Dies gilt, wenn RWM gesetzlich vorgeschrieben sind und unabhängig von einem Beschluss.

      Viele Grüße

  35. Hallo!

    Unsere WEG-Hausvewaltung empfielt Rauchwarnmelder, die von einer Firma per “Fernüberwachung gewartet werden”. Die Wohnung muß nicht bertreten werde.

    DIN 14676 empfielt u.a. Inaugenscheinnahme, ursprüngliche Position und Überprüfung auf freie Öffnungen des Rauchmelders. Ist das durch die geschlossene Tür möglich? Genügt das der Dokumentationpflicht?

    Danke für die Antwort und schöne Grüße

  36. Hallo zusammen,
    wieviele Rauchmelder brauche ich in einer 34 qm Wohnung mit einer Wohnküche und einem Wohn-/Schlafraum? Von der Wohnungstür kommt man in einen ca. 3 qm “grossen” Flur, von da aus kann man ins Bad und in die Wohnküche gehen. Von der Wohnküche kommt man in den Wohn-/Schlafraum.
    Mein Vermieter teilte mir mit: Zitat: “In Ihrer Wohnung werden in den Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, an zentraler Stelle Rauchwarnmelder an der Zimmerdecke angebracht. Grundsätzlich sind Küchen und Bäder von der Installation ausgenommen, es sei denn sie dienen als Rettungsweg.” Zitat Ende.
    Nach meinem Verständniss würden zwei Rauchmelder installiert, im “grossen” Flur und im Wohn-/Schlafraum. Liege ich da richtig?
    Dann sehe ich folgende Probleme:
    Wenn ich im Bad dusche kommt Wasserdampf in den Flur, Koche ich in der Küche zieht Dampf auch in den Wohn-/Schlafraum (keine Dunstabzughaube).
    Obendrein bin ich Raucher!
    Ich würde mich über Informationen zu Sinnvollen Installionsorten freuen.
    Vielen Dank im Voraus.
    Freundliche Grüße
    Herr L. aus E

    • Guten Tag Herr L.,
      eine verbindliche Aussage über die notwendige Anzahl und den idealen Monatgeort der Rauchwarnmelder (RWM) können wir per Ferndiagnose nicht machen. Ihr Vermieter hält sich hier in jedem Fall an die Bauordnung. Demnach wäre 1 Melder im Schlafraum, 1 Melder im Flur und 1 Melder in der Wohnküche (weil Fluchtweg fürs Schlafzimmer) erforderlich. Durch bauliche Besonderheiten (z.B. Unterzüge) oder Raumtrenner können weitere RWM zur Pflichterfüllung zählen.
      Im Flur darf der RWM bis zu 7,5 m von der zum Bad angrenzenden Wand montiert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass zu allen anderen Wänden der Mindestabstand von 0,5 m eingehalten wird. Auch in der Wohnküche muss der Melder nicht zwingend in der Mitte des Raums platziert werden. Hier ist es wahrscheinlich sinnvoll diesen möglichst weit von der Kochstelle entfernt zu platzieren. Dennoch gilt es den Abstand von 0,5 m zu den Wänden zu wahren. In Ihrem Fall wäre sogar eine Wandmontage denkbar, bei der es jedoch einige Regeln zu beachten gibt. Hier empfehlen wir für Details das Rauchmelder-Kompendium der Rauchmelder-Experten: http://www.rauchmelder-experten.de/blog/
      Als Raucher sollten Sie regelmäßig lüften. Bei hochwertigen Geräten ist erst bei extremem Zigarettenkonsum mit einem Täuschungsalarm zu rechnen. Im Optimalfall verbaut Ihr Vermieter RWM mit der Option zur Stummschaltung, sodass bei einem möglichen Täuschungsalarm mit nur einem Knopfdruck das Signal für ca. 3 min deaktiviert werden kann.
      Viele Grüße

  37. Hallo,

    gibt es bezüglich der Übergangsfrist bis Ende 2017 irgendetwas von offizieller Seite? Ich finde dazu leider immer nur Fristen bis Ende 2016, z.B. auf der Seite der Landesregierung NRW.

    Danke und viele Grüße

    • Guten Tag Herr Klausing,

      die Übergangsfrist gilt auch nur bis Ende 2016. Wo haben Sie etwas anderes gelesen? Die Bauordnung besagt:
      “Wohnungen, die bis zum 31. März 2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 […] 2 auszustatten.”

      Viele Grüße

      • Hallo Frau Fischer,

        da hab ich mich verlesen, sorry. Man sollte sich vielleicht nicht nur die Jahreszahlen ansehen und dann gleich vom Ende des Jahres ausgehen.

        Viele Grüße

  38. Klasse. Wir haben die ganze Wohnung mit Ciling Spanndecken ausgestattet. Jetzt werden die Rauchmelder an die Wand geschraubt. Nicht ideal aber besser als ein Loch in der Folie.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>